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Artists & Repertoire: Todsünden

Disqualifikation: 10 Todsünden beim Demoversand (vgl. KEYS Ausgabe Dezember 2001)

  1. Tapes (MC), MiniDiscs (MD) oder Digital Audio Tape (DAT)?

    Keys:
    Ihr Demo sei eine CD, eine CD und nochmal eine CD. Alles andere kann nicht gehört werden und geht samt Inhalt über den Jordan.

    DanceArea.Network:
    Wir bevorzugen eindeutig CDs und MP3-Dateien. Alles andere bedarf der Abstimmung mit unserer A&R-Abteilung. CDs sind universell überall hörbar, CD-Brenner sind kostengünstig verfügbar. MP3 geht schneller und die Archivierung ist einfacher.

  2. Zu viele Titel!

    Keys:
    Etwa drei Titel gehören auf das Demo. Bei zu vielen Titeln, wird Ihr Sommerhit womöglich übersprungen und gar nicht gehört.

    DanceArea.Network:
    Die Frage nach der eigentlichen Anzahl ist eigentlich weniger wichtig. Es sollte unseren A&R allerdings mindestens ein Titel richtig begeistern. Natürlich gilt hierbei: weniger ist mehr, je besser der Künstler bereits seine Werke auswählt, desto höher seine Chancen.

  3. Kein Info und kein Bild!

    Keys:
    Nur der Sound reicht einfach nicht. Der A&R muß wissen wer Sie sind, woher Sie kommen und wie Sie aussehen.

    DanceArea.Network:
    Informationen sind für die Entscheidungsfindung wichtig. Die Musik spricht eben nicht immer für sich allein.

  4. Kontakt fehlt.

    Keys:
    Die Kontaktmöglichkeiten müssen auf die CD, aufs Info und aufs Foto. Wer seine Adresse nur aufs Covert schreibt, geht unter.

    DanceArea.Network:
    Selbst in gut organisierten Büros gehen schonmal einige Sachen verloren. Coverts wandern immer sofort ins Altpapier. Je häufiger die Kontaktadresse auftaucht, desto besser. Also: Name, Telefonnummer, Anschrift, EMail-Adresse immer sowohl auf die CD, auf Cover und auch im Brief aufführen.

  5. Schlechte Qualität.

    Keys:
    LoFi ist hip aber NoFi ist chancenlos. Der A&R wird das Demo nicht verwenden, um seine Boxen zu testen, aber Qualität muß sein.

    DanceArea.Network:
    Lieber ein origineller Track in schlechter Qualität, als ein billiges Plagiat im High-End-Studio-Mastering! Equipment ist Nebensache, Ideen und Talent sowie das richtige Gespür sind wichtiger.

  6. Aussagelose Infos.

    Keys:
    Kurz und knapp, alles was wichtig ist. Ob Sie Diplom-Pädagoge sind, ist genauso uninteressant wie der Mördergig beim Schulfest.

    DanceArea.Network:
    Interessant ist zunächst einmal die Motivation Musik zu machen, sowie alles was direkt mit der musikalischen Entwicklung in Zusammenhang steht: Vita, Auftritte, Idole, Equipment, etc.

  7. Angeben.

    Keys:
    Wenn das Info sich wie die Erfolgsstory von U2 liest, denkt der A&R: Hab´ davon noch nie etwas gehört und will auch gar nichts mehr hören.

    DanceArea.Network:
    Sich selbst positiv darzustellen ist in Ordnung, wer die Realität dabei allerdings aus den Augen verliert, wird es schwer haben. Die Informationen werden natürlich überprüft. Wer dabei auffliegt, hat schlechte Karten.

  8. Monstermailings.

    Keys:
    Wer sicherheitshalber an alle Labels ein Demo schickt, fliegt raus. A&Rs kennen sich untereinander, solche Aktionen fliegen immer auf.

    DanceArea.Network:
    Lieber unseren Demo-Placement-Service nutzen. Wir kennen die Label-Stile und entscheiden, welches Repertoire für die entsprechenden Plattenfirmen interessant sein könnten.

  9. An die A&R Abteilung.

    Keys:
    Wer sein Demo so adressiert, kommt nicht mal bei Loser-Records unter. Kriegen Sie Namen des zuständigen A&Rs raus.

    DanceArea.Network:
    Das klingt leichter als es ist. Je nach Größe der Plattenfirmen und je nach Unternehmenspolitik erreicht man die A&Rs manchmal gar nicht. Zudem ist die Fluktuation recht groß. Wer heute der A&R-Manager ist, kann in zwei oder drei Wochen schon wieder ganz woanders sein. Unsere Kontaktdatenbanken sind immer auf dem aktuellsten Stand, wieder ein Grund sich auf uns zu verlassen.

  10. Nervensägen.

    Keys:
    Nach ein bis zwei Wochen nachfragen ist OK. Aber nicht früher. Merke: Wenn Ihr Demo super ist, rufen die A&Rs ziemlich schnell an.

    DanceArea.Network:
    Prinzipiell richtig. In der Regel bestätigen wir den Empfang der Demos per EMail. Nach zwei bis vier Wochen kann man gerne nachfragen, sofern noch keine Rückmeldung von uns erfolgt ist. Vor Ablauf dieser Zeitspanne ist es jedoch nicht ratsam.




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